Verfasst von: laternendickicht | Dezember 21, 2010

Leinen los für Narnia!

Nach wieder ca 2 1/2 Jahren ist nun der dritte Narnia-Film im Kino angelaufen mit dem Titel “Die Reise auf der Morgenröte”.

Kurzinhalt:
Lucy und Edmund müssen eine zeitlang bei ihrer Tante, Onkel und Cousin Eustachius Knilch verbringen. Die Eltern sind mit Susan und Peter irgendwo in Amerika und mussten aus nicht genannten Gründen (laut Buch Kostengründen) in England bleiben. Die beiden Geschwister leiden unter der Situation, denn ihr Cousin ist ein frecher, fantasieloser Typ, der Lucy und besonders Edmund nur zu gerne auf die Nerven geht und die Beiden damit aufzieht, dass sie an ein Fantasie-Land glauben, was ja logisch betrachtet, gar nicht existieren kann. Doch ausgerechnet, als Lucy und Edmund durch ein Gemälde nach Narnia gezogen werden, ist auch Eustachius zugegen und muss wohl oder übel mit. Dort treffen sie auf Kaspian, inzwischen seit 3 Jahren König von Narnia, der sich auf einem Seeabenteuer auf der “Morgenröte”, einem Schiff, mit seiner Mannschaft befindet. Sein Ziel ist, die 7 Lords zu finden, die vor langer Zeit aus Narnia vor Lord Miraz, dem bösen Onkel Kaspians, flohen. Natürlich wird er nun von Lucy und Edmund und auch notgedrungenermaßen von Eustachius bei seiner Suche unterstützt und entdecken neue Inseln und erleben verschiedenste Abenteuer.

Der Film ist schon anders, als seine Vorgänger. Während es in den andern Filmen um ein großes Abenteuer geht, werden in diesem Film verschiedene Abenteuer erlebt, auf jeder Insel, die erkundet wird, wartet praktisch ein Neues auf sie. Der Rahmen bildet die Suche nach den Lords und das Lösen einer sehr schwierigen Aufgabe, die Narnia vor einem Untergang retten muss.
Zeitweise wirkt der Film etwas hektisch. Kaum hat ein Abenteuer begonnen, ist es auch schon vorbei, so das sich eventuell Zuschauer kaum richtig in die Situation reinfinden kann. Andererseits ist es halt eine Geschichte, die eine Reise beschreibt, wo man sich nicht stundenlang mit einer Episode befassen kann, wenn man nur einen Film aus dem Material machen will. Dafür ist das letzte alles entscheidende Abenteuer ausführlicher gezeichnet und sehr spannend gestaltet. Was ja auch zuletzt im Gedächtnis bleibt.
Auch die Effekte fand ich sehr gelungen, auch in der 2D-Version, die ich bisher nur gesehen hab. Die Drehbuchautoren setzten auch auf mehr Humor als bei den Vorgängern, der aus den Zwistigkeiten zwischen Eustachius und den Rest der Crew der Morgenröte resultiert bzw. aus der Unbeholfenheit Eustachius’.

Ich denk, dass “Die Reise auf der Morgenröte” insgesamt der beste der Reihe ist (bisher!). Und das obwohl man bedenken muss, dass dem Film mehrere Millionen für die Produktion gestrichen wurden.
Fragt sich nur, wie die nächsten Teile wohl ankommen werden, da nun Edmund und auch Lucy zu alt für Narnia sind und Aslan nur bei Eustachius angedeutet hat, dass er wieder kommen könnte. Und Narnia ohne Edmund und Lucy ist mich schwer vorstellbar. Doch ich hoffe, dass die Filmemacher das nicht aufhalten wird…


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